Hochzeit in Europa
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Hochzeitsbrauch in Westeuropa

veröffentlicht in Westeuropa von Jana am 17. Jul. 2009

Casino in Monte CarloIn Westeuropa gibt es zahlreiche Hochzeitsbräuche – neben der klassischen Auswahl des Brautkleides oder der Trauringe –, die gerne praktiziert werden. Der Klassiker stammt aus England, wo es heißt, dass etwas Altes, etwas Blaues zur Traditionserhaltung, etwas Geliehenes von einem glücklichen Menschen und etwas Neues als Symbol für den neuen Lebensabschnitt von der Braut getragen werden muss. Diese vier Dinge stehen für Glück in der Ehe. Gegen böse Geister helfen in Westeuropa die Scherben beim Polterabend und auch der Rosmarin, der in Brautsträuße eingebunden wird. Scheppernde Blechbüchsen am Hochzeitswagen sollen die bösen Mächte vertreiben. Das über die Schwelle tragen der Braut verhindert, dass die bösen Erdgeister unter der Türschwelle sie berühren können.

Beliebt ist auch das Baumstammsägen als Symbol der gemeinsamen glücklichen Handlung der Brautleute. Wer den freien Weg ins Glück haben will, dem wird von den Freunden zunächst der Weg mit Seilen versperrt. Kauft sich das Brautpaar dann frei, kann der Hochzeitswagen ins Glück fahren. Auch das Brautstraußwerfen hat Tradition. Wer den Strauß fängt, wird als Nächster heiraten. Das Gleiche gilt für das Strumpfband, das vorzugsweise zu den Männern geworfen wird, während die Damen sich um den Brautstrauß kümmern.

Paaren die ihre Veranstaltung planen bietet England einen breiten Fundus an Bräuchen, hier findet auch der Brauch der Hen Night, der Hennennacht seinen Ursprung. Hier feiert die Braut mit ihren Freundinnen und ihren weiblichen Verwandten ein bis zwei Tage vor der Hochzeit im eigenen Elternhaus den Abschied vom Single-Dasein. Die Wohnung wird rosa geschmückt und die zukünftige Braut erhält Geschenke von ihren Freundinnen. Nützliches wie Negligee und Kochbuch, Babybücher und Babywäsche. Die Hen Night wird in Irland in den Kneipen gefeiert. Traditioneller Hochzeitsbrauch in Westeuropa ist auch der Hochzeitswalzer. big benGerne wird auch die Entführung der Braut praktiziert. Heute soll damit die Atmosphäre beim Hochzeitsfest aufgelockert werden, bei der sich neue Menschen kennen lernen können. Beliebt ist das weiße Laken, das vom Brautpaar gemeinsam mit einem großen roten Herz bemalt wird. Die Hochzeitsgäste setzten ihre Namen darauf um die Trauung zu bestätigen. Dann wird das Herz ausgeschnitten und die Brautleute müssen Hand in Hand durch das Loch steigen.

Als Symbol der Fruchtbarkeit werden Blüten gestreut oder es wird Reis geworfen. Auch ein Storch auf dem Dach oder Babykleidung auf einer Wäscheleine sind Symbole für Fruchtbarkeit. Gerne wird auch eine Zeitung mit sogenannten Hochzeit-News angefertigt, die Informationen und Fotos aus dem Leben der Vermählten bringt. Dabei kann auch eine Speisekarte sein, die den Gästen den Ablauf der Feierlichkeit bekannt machen. Das Hochzeitsbuch idient dazu, Sinnsprüche, Persönliches und was den Gästen so einfällt, als bleibende Erinnerung an den Festtag einzutragen.


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