Hochzeit in Europa
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Hochzeitsbrauch in Südeuropa

veröffentlicht in Südeuropa von Jana am 17. Jul. 2009

Rialtobrücke, Canal Grande, Venedig, ItalienIm Süden Italiens und in Sizilien wirbt der Bräutigam noch mit einem Ständchen um die Gunst der Angebeteten oder er legt einen Holklotzvor die Tür der Angebeteten. Wenn sie ihn ins Haus holt, werden die Wünsche des Werbenden erwidert. Heiraten in Italien heißt, das Beste geben, sei es beim Brautkleidkauf oder bei der Gestaltung des gesamten Festes. Beim Buffet scshenkt das Brautpaar gezuckerte Mandeln an die Gäste. Auf der Insel Sardinien dürfen Braut und Bräutigam im Haus der Braut gemeinsam eine Suppe auslöffeln. Als Symbol für Glück, Reichtum und süße Stunden in der Zukunft essen Beide anschließend Honig.

Die Insel Mallorca bietet als traditionellen Hochzeitsbrauch das Verwüsten des Zimmers des Brautpaares. Sie sollen am Vollzug der Hochzeitsnacht gehindert werden. In Spanien gibt es Brautgeld, das der Bräutigam während der Eheschließungszeremonie seiner Angetrauten in die Hände fallen lässt. Ist die Trauung vollzogen, gibt es Zigarren für die Herren und Zigaretten für die Damen. Die Gäste erhalten kleine Geschenke als Ausdruck des Dankes für die Begleitung.

In Portugal genießen Braut und Bräutigam Geldgeschenke, die in Glückwunschkarten versteckt werden. Damit wird die Hochzeitsfeier bezahlt. Wenn der Vater der Braut das Event bezahlt, fließt das Geld in die gemeinsame Wohnung. Portugals Hochzeitsbräuche bestehen auf einer ausführlichen Foto- und Videozeremonie, die nur das Paar alleine macht, währenddessen die Gäste beim Sektempfang plaudern. Klopft jemand mit der Gabel an ein Glas, muss sich das frisch vermählte Paar küssen. Ansonsten wird mit Vorliebe lang getanzt.

In Kroatien feiert die Braut einen Junggesellinnenabschied im eigenen Haus mit Freunden und Familie. Braut und Bräutigam empfangen am Hochzeitstag ihre Gäste mit Rosmarin an weißen HochzeitsnadBarcelona, Palau Nacional, Montjuiceln. Nach Kuchen und Kaffee geht es zur Trauung. Beim Hochzeits-Fest wird dem kroatischen Pflaumenschnaps zugesprochen. Geldgeschenke nimmt die Trauzeugin entgegen. Mitternacht muss das Brautpaar gemeinsam die Hochzeitstorte anschneiden und der Bräutigam darf das Strumpfband der Braut abziehen, das in die Reihen unverheirateter Männer geworfen wird. Die Braut wirft ihren Brautstrauß in die Reihen unverheirateter Mädchen. Beide Fänger tanzen den nächsten Tanz gemeinsam.

In Griechenland erhält das Brautpaar Geld von allen Gästen, das Verwandte einsammeln. Die Scheine werden der Braut ans Kleid gesteckt. In der ritualisierten Zeremonie der orthodoxen Kirche werden die Hochzeitskränze gesegnet und anschließend die Ringe getauscht. Um die Dreifaltigkeit zu ehren werden die Kränze dreimal gewechselt und dann darf Wein getrunken werden. Beim Hochzeitsfest wird fröhlich und ausdauernd gefeiert und die Gäste werden mit Zuckermandeln beschenkt. Danach startet das frischvermählte Paar in die Flitterwochen.


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